[Leserbrief in Weinheim Aktuell vom 29. Januar 2010]
(Zum Artikel "Stellungnahme zur Aktuellen Entwicklung" vom 22. Januar 2010.)
Ich finde es schon putzig, mit welcher Vehemenz die Junge Union wie ein schwarzes Ricola-Männchen den Jugendgemeinderat für sich reklamiert, und bei der Gelegenheit auch gleich die gelbe und die grüne Jugend umarmt bis zur Atemnot.
Aber in einer viel wichtigeren Frage gibt das Auftreten der Jungen Union Anlass zur Sorge. Wenn z.B. ihr ehemaliger Vorsitzender im Stadtrat öffentlich im Namen der CDU äußert, dass man schon jetzt die Jugendlichen beeinflussen wolle, dann stellt das aus meiner Sicht den Sinn des Projektes Jugendgemeinderat auf den Kopf. Nicht der "alte" Gemeinderat oder seine Parteien sollen doch die Jugendlichen beeinflussen. Die Jugendlichen sollen den Gemeinderat beeinflussen, damit ihre Anliegen stärkeres Gewicht in der Stadt bekommen.
Deshalb kann ich nur hoffen, dass alles Säbelrasseln der schwarzen Jugend ins Leere geht. Und viel wichtiger: Ich hoffe, dass beim Wahlmodus eine Regelung gefunden wird, die den Jugendgemeinderat von parteipolitischen Spielchen, wie sie die JU zur Zeit anzettelt, frei gehalten wird.
Carsten Labudda, 69469 Weinheim
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